Einstand gelungen: „Rock vor Gericht“ beim Stadtfest
(M. Potthast, MT) Zum ersten Mal fand in diesem Jahr im Rahmen des Stadtfests „Rock vor Gericht“ statt. Aufgrund der Sperrung der Obergerichtsstraße zwar auf dem Parkplatz Emsstraße und somit nicht ganz passend zum Namen, doch das tat der Veranstaltung als solcher keinen Abbruch. Bis in die Nacht hinein konnten insgesamt sechs Bands präsentiert werden. (Zu den Bildern von Heinz Jansen…)
Den Start machten die beiden aus der Region stammenden Bands „Distance Remains“ und „Pressure Recall“. Aus zwei Vorentscheidabenden im Meppener Jugendzentrum Mitte Juli konnten diese beiden Formationen als Favoriten hervorgehen und sich so den Stadtfestauftritt sichern. Die Löninger „Pressure Recall“ gaben härteren Nu-Metal; „Distance Remains“ aus Meppen punkteten mit Musik, deren Wurzel im Punkrock auszumachen ist, jedoch unterschiedlichste Stile von Screamo bis hin zu Metallelementen in sich vereint.
In klassischer Besetzung konnte das Hamburger Trio „Kajak“ mit melodiösem gitarrenlastigen Indie-Pop mit deutschen Texten auf sich aufmerksam machen. Ebenfalls aus der Hansestadt angereist waren „Saboteur“, die auf dem Meppener Stadtfestival auch Songs aus ihrer aktuell erschienenen CD „A Place Where Painters Meet“ mit teils treibendem New Wave vorstellten.
Die noch junge fünfköpfige Marburger Combo „Sonah“ konnte dann mit etwas rockigeren, deutschsprachigen Emocore-Sounds und Songs überzeugen. Aus Osnabrück ins Emsland gereist war die Rockformation „Laut“, die das Festival – ebenfalls mit deutschsprachiger Musik – ausklingen ließ. Ebenfalls mit einer aktuellen CD („Feuer“) im Gepäck konnten viele neue Songs präsentiert werden.
Sicher wird diese Veranstaltung vom J@M-Center-Team und den Mitorganisatoren Robert Stricker und Yogi Lammers eine feste Größe im künftigen Stadtfestprogramm. Der Start zumindest war musikalisch vielversprechend. Im kommenden Jahr dann bestimmt auch wirklich „vor Gericht“.